Jun 03 2009
Schrilles Tokyo
Tokyo praesentiert sich uns farbig, schrill, sexy und mit einer eigenstaendigen Kultur. Die Frauen sind modebewusst und leben ihre Phantasien mit ihrem Kleiderstil aus: Gothic, Punk, unschuldiges Maedchen in einer Art Tracht( Gothic Lolita), klassisch elegant, sexy. Hier ist alles zu sehen und alles wird akzeptiert. Bei uns waere dies wohl unvorstellbar.
Einige Frauen und Maedchen sehen aus, als waeren sie eben einem Manga entsprungen: grosse Kulleraugen (ja, man sieht hier oft Frauen mit einer Augenbinde = Operation zur Augenvergroesserung), Peruecke, Highheels und sexy Dress. Die Mangakultur wird gelebt und zelebriert. Sie ist ein wichtiger Teil des Alltags. Ueberall lachen uns die Gesichter dieser Figuren entgegen. Mal unschuldig, mal kaempferisch oder verfuehrerisch.
Hier ist die Hochburg der Mangas, die jedes Herz eines Mangafans hoeher schlagen laesst. Bilder, Buecher, Karten, Poster, Figuren, Spiele, Kleider etc. Alles gibt es zu kaufen. Wir laufen ganz berauscht durch die Strassen und Geschaefte und knipsen so manches Bild.
Im Museum ist grad eine Ausstellung ueber Tezuka Osamu, den Erfinder des modernen Manga. Seine wohl bekannteste Figur ist Atom, oder auch Astro Boy genannt. Er ist auch der Erfinder des Dschungelkoenig Leo. Disney adaptierte die Figur und machte den erfolgreichen Film “Lion King”. Die Ausstellung wird von den Japanern gestuermt und es herrscht ein Betrieb, wie in einem Bienenhaus. An ein ruhiges Ansehen der Bilder ist da nicht zu denken.
Die Japaner lieben alles, was herzig und niedlich ist. Huendchen werden in gestylte Kleider gesteckt und mit Maeschchen verziert. Auch einen Samurai-Hund mit Schwert und Wurfstern haben wir gesehen. Der Armaniliebhaber kleidet seinen Schosshund natuerlich auch mit dieser Marke ein. Alles was gefaellt ist erlaubt.
Und fuer alle, die zu Hause kein Schmusetierchen halten koennen, gibt es die Katzenhotels. Ab 5 Franken kann man waehrend 30 Minuten die Buesis streicheln und mit ihnen spielen.




























